Beschreibung
Der Form Cure L V2 erzielt durch die präzise Kombination von Hitze und 405-nm-Licht starke, belastbare Teile, und zwar schneller und konsistenter denn je. Verkürzen Sie die Nachhärtung großer Druckteile aus dem Form 4L/4BL auf bis zu 60 Sekunden, dank einer 5-mal höheren UV-Intensität und schnellerer Erhitzung als mit der Vorgängerversion, und das bei 26 % weniger Platzbedarf trotz Nachhärtung von bis zu 19 % größeren Teilen. Wählen Sie einfach aus unseren validierten Voreinstellungen für über 45 Formlabs-Materialien und starten Sie die Nachhärtung. Fortgeschrittene Anwender*innen können die Zeit- und Temperatureinstellung nach ihren Anforderungen anpassen.
Die Nachhärtung schließt die chemische Reaktion ab, die während des Druckvorgangs beginnt, und steigert so die Festigkeit, Zähigkeit, Hitze- und Kriechbeständigkeit des endgültigen Teils. Gleichzeitig schafft sie eine härtere, weniger klebrige Oberfläche.
Bei biokompatiblen Materialien ist die Nachhärtung grundsätzlich erforderlich, um die von den Aufsichtsbehörden vorgeschriebenen Sicherheitsstandards zu erfüllen.
Form Cure L V2 – Großformat-Nachhärtesystem für reproduzierbare SLA-Bauteile in technischer und regulierter Fertigung
Unvollständig ausgehärtete SLA-Teile? In der Praxis scheitern SLA-Projekte selten am Drucker. Sie scheitern an schwankenden Ergebnissen in der Nachbearbeitung. Besonders bei technischen Resins und großformatigen Bauteilen ist die Nachhärtung nicht nur ein optionaler Schritt, sondern ein Teil des Materials. Ohne definierte UV- und Temperaturführung bleiben Festigkeit, Steifigkeit, Wärmeformbeständigkeit und Oberflächenstabilität häufig unter dem Niveau, das in den technischen Datenblättern angegeben ist.
Viele Anwender versuchen, dieses Thema mit einfachen UV-Lampen, improvisierten Boxen oder nicht temperaturgeführten Geräten zu lösen. Das führt oft zu inhomogener Aushärtung, Streuung in den Bauteileigenschaften und Problemen in der Serienfertigung. Für regulierte Anwendungen kommt ein weiteres Thema hinzu: Ohne dokumentierbaren Prozess sind reproduzierbare Ergebnisse schwer nachzuweisen.
Die Form Cure L V2 ist das großformatige Nachhärtesystem von Formlabs. Sie kombiniert UV-Belichtung und Temperatur in einem standardisierbaren Prozessschritt und ist darauf ausgelegt, großformatige SLA-Bauteile zuverlässig auszuhärten – insbesondere im Umfeld der Form 4L Plattform.
Entscheidungsargumente
- Strategischer Nutzen: SLA-Fertigung wird vom Prototyping zur reproduzierbaren internen Produktion.
- Wirtschaftlicher Nutzen: Weniger Ausschuss und Nacharbeit durch stabile Materialeigenschaften.
- Technischer Nutzen: Definierte UV- und Temperaturführung zur Erreichung materialtypischer Kennwerte.
- Operativer Nutzen: Großformat-Cure für große Bauteile und mehrere Teile pro Job.
- Qualitätsnutzen: Reproduzierbarkeit in Serie durch standardisierte Programme.
- Regulatorischer Nutzen: Strukturier- und dokumentierbare Prozessführung für regulierte Umgebungen.
Technische Kennwerte
| Gerätetyp | UV-Nachhärtesystem für SLA |
|---|---|
| Ziel | Erreichen definierter Materialkennwerte nach dem Druck |
| Prozessprinzip | UV-Licht + Temperatur (kontrolliert) |
| Bauteilgröße | Für großformatige SLA-Teile ausgelegt |
| Systemumfeld | Formlabs SLA-Workflow, insbesondere Form 4L |
| Bedienung | Materialabhängige Programme, standardisierbar |
| Durchlauf | Einzelteile oder Batch-Cure |
| Produktionsumfeld | Werkstatt / Labor / Fertigungsbereich |
| Platzbedarf | Produktionsnah, stationär |
| Besonderheiten | Gleichmäßige Aushärtung, reproduzierbare Ergebnisse |
Hinweis: Zeit- und Temperaturprofile sind materialabhängig. Maßgeblich sind die Vorgaben der jeweiligen Resin-Datenblätter.
Für wen ist die Form Cure L V2 geeignet?
Medizintechnik und regulierte Fertigung
Wer BioMed-Resins oder validierungspflichtige Prozesse nutzt, benötigt definierte Nachbearbeitung. Die Form Cure L V2 unterstützt einen Workflow, der reproduzierbar und dokumentierbar aufgebaut werden kann. Besonders relevant ist das bei patientennahen Anwendungen, Laboradaptern, Funktionsgehäusen oder Bauteilen, die sterilisiert werden.
Maschinenbau und technische Fertigung
Technische Resins wie Tough, Durable, High Temp oder ESD werden häufig eingesetzt, weil sie definierte Kennwerte versprechen. Diese Kennwerte entstehen jedoch erst nach korrekter Nachhärtung. Die Form Cure L V2 reduziert Streuung und macht Serienbauteile planbarer.
Serien- und Kleinserienproduktion auf Form 4L
Großformatige Bauteile oder mehrere Teile pro Druckjob benötigen eine Cure-Einheit, die Volumen, Gleichmäßigkeit und Prozessstabilität bietet. Die Form Cure L V2 ist genau dafür ausgelegt.
Entwicklung und Prüflabore
Wenn Bauteile mechanisch getestet werden, muss der Prozess stabil sein. Sonst sind Ergebnisse nicht vergleichbar. Eine definierte Cure ist die Voraussetzung für belastbare Werkstofftests und Entwicklungsentscheidungen.
Typische Anwendungen
Großformatige Gehäuse und Funktionsabdeckungen
SLA wird häufig genutzt, um große Gehäusebauteile mit hoher Oberflächenqualität und präzisen Passungen herzustellen. Ohne stabile Cure entstehen Streuungen, die sich später in Montageproblemen zeigen.
Technische Funktionsbauteile mit Temperaturanforderung
Bei Anwendungen, in denen Wärmeformbeständigkeit oder Temperaturstabilität relevant ist, entscheidet die Cure über die erreichbaren Eigenschaften. Gerade bei High Temp Anwendungen ist die Nachhärtung der kritische Schritt.
Medizinische Bauteile und validierte Prozesse
BioMed-Materialien werden gewählt, weil sie dokumentiert und einordbar sind. Eine definierte Cure ist dafür ein fester Bestandteil eines stabilen Workflows.
Kleinserien mit reproduzierbaren Kennwerten
SLA wird zunehmend für Kleinserien eingesetzt. Das funktioniert nur, wenn Nachbearbeitung nicht nach Gefühl, sondern standardisiert erfolgt.
Transparente Bauteile
Bei transparenten Resins beeinflusst die Cure nicht nur die Mechanik, sondern auch die optische Wirkung. Eine gleichmäßige Aushärtung ist Voraussetzung für stabile, reproduzierbare Transparenz.
Materialien und mechanische Einordnung
Warum Nachhärtung bei SLA nicht optional ist
SLA-Bauteile verlassen den Drucker in einem Zustand, der mechanisch und thermisch noch nicht final ist. Erst durch UV-Energie und Temperatur werden Festigkeit, Steifigkeit, Wärmeformbeständigkeit und Oberflächenstabilität finalisiert. Viele typische Probleme lassen sich auf unzureichende Cure zurückführen, etwa unerwartete Brüche, instabile Oberflächen oder schwankende Kennwerte zwischen Baujobs.
Welche Resin-Klassen besonders profitieren
- Tough-Resins: stabileres Bruchverhalten und besser vergleichbare Kennwerte.
- High Temp: Wärmeformbeständigkeit ist stark cure-abhängig.
- Durable/Elastic: Rückstellverhalten und Oberflächenstabilität hängen von der Cure ab.
- ESD-Resins: gleichmäßigeres Materialverhalten bei stabiler Nachbearbeitung.
- BioMed: Prozessdisziplin und Dokumentation sind Voraussetzung für regulierte Anwendungen.
Prozesskette und Workflow
Vom Druck zum einsatzfähigen Bauteil
Ein stabiler SLA-Prozess besteht typischerweise aus Druck, Waschen, Trocknung, Nachhärtung und Qualitätsprüfung. Die Form Cure L V2 übernimmt den Nachhärteschritt unter kontrollierten Bedingungen und macht ihn reproduzierbar. Für Serienanwendungen sollten Programme, Zeiten und Abläufe materialbezogen standardisiert werden.
Qualitätssicherung in der Praxis
Für reproduzierbare Ergebnisse sind Sichtprüfung, Maßprüfung und Funktionsprüfung üblich. In regulierten Umgebungen kommen Prozessdokumentation, Chargenlogik und Nachbearbeitungsprotokolle hinzu. Die Cure wird damit von einem „Schritt nebenbei“ zu einem kontrollierten Prozessparameter.
Wirtschaftlichkeit und ROI
Warum die Form Cure L V2 wirtschaftlich relevant ist
Die Form Cure L V2 wird oft als Zubehör gesehen, ist in der Produktion jedoch ein Qualitätswerkzeug. Der wirtschaftliche Effekt entsteht durch reduzierte Ausschussquote, weniger Nacharbeit und reproduzierbare Kennwerte. Ohne definierte Cure werden Projekte häufig durch wiederholte Druckjobs, falsche Testergebnisse, Montageprobleme oder fehlende Dokumentation teurer als geplant.
Wann sich die Investition typischerweise lohnt
Die Form Cure L V2 ist besonders sinnvoll, wenn technische Resins regelmäßig genutzt werden, großformatige Teile auf Form 4L entstehen, Kleinserien reproduzierbar gefertigt werden oder BioMed-Materialien im Prozess sind. Auch interne QS- oder Audit-Anforderungen erhöhen den Nutzen einer standardisierten Cure deutlich.
Systemvergleich
Form Cure L V2 vs. kleinere Cure-Geräte
Kleinere Geräte sind für kleine Teile ausreichend. Bei großformatigen Bauteilen treten häufig ungleichmäßige Belichtung, begrenztes Volumen und ineffiziente Batch-Prozesse auf. Die Form Cure L V2 ist auf große Teile und Serienjobs ausgelegt.
Form Cure L V2 vs. manuelle UV-Lösungen
Manuelle UV-Lösungen führen häufig zu Streuung, Unterhärtung und fehlender Temperaturführung. Für technische Anwendungen ist das ein Qualitätsrisiko, für regulierte Umgebungen zusätzlich ein Dokumentationsproblem. Eine standardisierte Cure reduziert diese Unsicherheiten.
Grenzen des Systems
Die Form Cure L V2 kompensiert keine Fehler in Waschprozess, Bauteilorientierung oder Materialwahl. Sie stabilisiert Eigenschaften nur dann zuverlässig, wenn der Gesamtworkflow sauber aufgebaut ist. Für optisch perfekte Transparenz sind je nach Anwendung zusätzliche Oberflächenprozesse nötig; die Cure stellt dafür die stabile Basis bereit.
FAQ – Form Cure L V2
Warum brauchen SLA-Bauteile überhaupt eine Nachhärtung?
SLA-Bauteile verlassen den Drucker nicht vollständig polymerisiert. Ohne Nachhärtung bleiben mechanische Kennwerte und Temperaturbeständigkeit unter dem Niveau des Datenblatts. Außerdem kann die Oberfläche instabil oder klebrig bleiben. Die Cure ist daher Bestandteil des Materials, nicht nur ein Zusatzschritt.
Was bringt die Kombination aus UV und Temperatur?
UV-Licht liefert die Energie zur Aushärtung, Temperatur unterstützt eine gleichmäßige Polymerisation und stabilisiert die Materialstruktur. Besonders bei technischen Resins und dickwandigen Bereichen ist Temperatur entscheidend. Dadurch werden Kennwerte reproduzierbarer.
Für welche Drucker ist die Form Cure L V2 gedacht?
Sie ist vor allem für großformatige SLA-Bauteile ausgelegt und passt besonders gut zur Form 4L Plattform. Grundsätzlich kann sie auch für andere kompatible SLA-Bauteile genutzt werden. Entscheidend ist das Bauteilvolumen und der Workflow.
Kann ich technische Resins ohne Cure nutzen?
Für einfache Prototypen ist das möglich, aber die spezifizierten Kennwerte werden dann meist nicht erreicht. Für Funktionsbauteile und Serienprozesse ist das riskant. Bauteile können im Feld versagen oder bei Tests falsche Ergebnisse liefern. Für stabile Qualität ist Cure notwendig.
Wie beeinflusst die Cure die Wärmeformbeständigkeit?
Viele Resins erreichen ihre Wärmeformbeständigkeit erst nach vollständiger Nachhärtung. Ohne Cure bleiben Bauteile bei Temperatur schneller verformbar. Gerade bei High Temp Anwendungen ist die Cure entscheidend. Das Datenblatt setzt eine definierte Nachbearbeitung voraus.
Ist die Form Cure L V2 für BioMed-Resins sinnvoll?
Ja. BioMed-Materialien werden häufig in regulierten Umgebungen eingesetzt, in denen Prozessdisziplin wichtig ist. Eine definierte Cure ist Voraussetzung für reproduzierbare Eigenschaften und unterstützt eine dokumentationsfähige Prozesskette.
Wie wichtig ist die Trocknung vor der Cure?
Sehr wichtig. Restlösungsmittel auf der Oberfläche können optische und mechanische Probleme verursachen. Für reproduzierbare Ergebnisse sollten Bauteile vor der Cure vollständig trocken sein. Das gilt besonders für transparente und BioMed-Anwendungen.
Kann die Cure Verzug reduzieren?
Sie stabilisiert die Materialstruktur, ersetzt aber keine saubere Prozessführung. Verzug entsteht häufig durch Geometrie, Bauteilorientierung und Spannungen. Eine definierte Cure kann Streuung reduzieren, sollte aber durch Bauteil- und Prozessvalidierung ergänzt werden.
Wie wirkt sich die Cure auf transparente Bauteile aus?
Die Cure beeinflusst mechanische Stabilität und optische Wirkung. Für maximale Klarheit kann zusätzliches Polieren oder Beschichten nötig sein. Eine gleichmäßige Cure ist jedoch die Basis für reproduzierbare Transparenz.
Kann ich mehrere Teile gleichzeitig aushärten?
Ja, die Form Cure L V2 ist für Batch-Prozesse geeignet. Wichtig ist eine gleichmäßige Positionierung und materialbezogene Programme. Für Serienqualität sollten Zeiten und Programme nicht nach Gefühl variiert werden.
Wie erkenne ich, dass ein Teil zu wenig gehärtet ist?
Hinweise sind weiche Bereiche, klebrige Oberflächen oder ungewöhnlich geringe Festigkeit. Auch Montageprobleme oder instabile Funktionsflächen können auftreten. Eine definierte Cure reduziert diese Risiken und stabilisiert Kennwerte.
Was ist der häufigste Fehler im SLA-Workflow?
Meist ist es die Nachbearbeitung ohne klare Standards. Druckjobs werden reproduzierbar gefahren, aber Waschen und Cure werden variiert. Das führt zu Streuung und schwer planbarer Qualität. Ein definierter Cure-Prozess schafft hier Stabilität.
Ist die Form Cure L V2 nur für große Teile sinnvoll?
Sie ist besonders für große Teile und Batch-Fertigung ausgelegt. Wenn regelmäßig mehrere Bauteile pro Job nachgehärtet werden müssen, ist der Nutzen hoch. Für sehr kleine Teile kann ein kleineres Cure-Gerät ausreichend sein. Die Entscheidung hängt vom Bauteilportfolio ab.
Kann ich Fremdmaterialien in der Form Cure L V2 nachhärten?
Sie ist für Formlabs-Materialien optimiert. Fremdmaterialien können funktionieren, müssen aber getestet und validiert werden. Für Serienprozesse ist das ohne Validierung nicht empfehlenswert. Die stabilsten Ergebnisse werden mit abgestimmten Formlabs-Resins erreicht.
Wie unterstützt druckerfachmann.de beim Prozessaufbau?
Wir begleiten Auswahl, Inbetriebnahme und Schulung und helfen, Waschen, Trocknung und Cure als festen Prozess zu standardisieren. Dazu gehören Parameterlogik, Materialstrategie und QS-Workflow. Zusätzlich bieten wir monatlich eine kostenfreie Remote Workflow Session zur Prozess- und Materialoptimierung an.
Service & Mehrwert durch druckerfachmann.de
Die Form Cure L V2 liefert ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn der Gesamtworkflow sauber aufgebaut ist. Wir unterstützen Sie bei Beratung, Inbetriebnahme, Schulung, Prozessdefinition und Qualitätssicherung – sowie bei der langfristigen Optimierung Ihres SLA-Workflows. Als autorisierter Fachhändler für Formlabs 3D-Drucklösungen für produzierende Unternehmen betreuen wir bundesweit und bieten Showroom & Workshops in Berlin.
Kontakt: 3d@druckerfachmann.update.betacenter.net | 0800 2202100 | druckerfachmann.de
Nächster Schritt
Für technische und regulierte Anwendungen ist SLA nur dann zuverlässig, wenn die Nachbearbeitung reproduzierbar ist. Im Vergleich zum Filamentdruck liegt der Vorteil von SLA in der hohen Oberflächenqualität, der Detailauflösung und der Möglichkeit, definierte Materialeigenschaften über abgestimmte Resin- und Nachbearbeitungsprozesse zu erreichen. Diese Vorteile werden erst dann verlässlich, wenn Cure nicht improvisiert, sondern standardisiert durchgeführt wird.
Wenn Sie großformatige SLA-Bauteile reproduzierbar fertigen möchten, unterstützen wir Sie bei Auswahl, Inbetriebnahme und Workflow-Aufbau rund um die Form Cure L V2.
Kontakt: 3d@druckerfachmann.update.betacenter.net | 0800 2202100 | druckerfachmann.de













